Rezension: „The Short Second Life of Bree Tanner“

„The Short Second Life of Bree Tanner“ (deutscher Titel „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“) wird auf dem Buchumschlag des englischen Originals berechtigt als „Eclipse Novella“ bezeichnet und erzählt eine Geschichte, die außerhalb der „Bella-Reihe“ steht. Während die bisherigen Romane der Saga Bella, Edward und Jacob in den Mittelpunkt stellten, erzählt diese Novelle (ein tatsächlich sehr kurzer Roman auch im Vergleich zu den anderen Romanen von Stephenie Meyer) eine Parallelhandlung zu „Eclipse“. Die Geschichte wird aus der Sicht einer Jugendlichen namens Bree Tanner erzählt, die Teil von Victorias Neugeborenen-Armee ist und in Seattle auf den bevorstehenden Kampf vorbereitet wird.

Bree als neue Fokusperson funktioniert zwar nicht schlecht und die Geschichte ist unterhaltsam geschrieben. Trotzdem vermittelt die Novelle keine wirklich neuen Informationen. Vieles, was die Neugeborenen Diego und Bree entdecken ist dem Leser ja schon aus den vorangegangenen drei Romanen bekannt. Und auch am Schluss, als Bree Informationen über die Involvierung der Volturi per Gedanken an Edward weitergibt, ändert sich am Ende von „Eclipse“ nicht wirklich was. Edward weiß jetzt einfach nur mit 100 % Sicherheit das, was er vorher vermutet hat aber sich auch zuvor schon zu 99 % sicher sein konnte. 😉 Aber gut eingebaut in den Schluss des Romans war diese Novelle durchaus. Am besten gefiel mir die neue Deutung von Edwards Rat an Bella, den sich hier Bree zu Herzen nimmt. Der Ausgang der Geschichte – obwohl durch „Eclipse“ bereits vorweggenommen – stimmt einen schon sehr wehmütig.

Allerdings wäre Brees Schicksal durchaus vermeidbar gewesen und steht handlungslogisch auf ziemlich schwachen Beinen. Da sie eigentlich nicht zusammen mit der Armee gekämpft hat, hat sie genau genommen keine der Volturi-Regeln gebrochen.

Auch muss ich anmerken, dass – wenn „Eclipse“ nicht wie die Vorgängerromane aus der Ich-Perspektive erzählt worden wäre – im Roman selbst wohl selbst Platz genug gewesen wäre, um auch die Nebenhandlung rund um Bree unterzubringen.

Fazit: Eine solide, unterhaltsame Novelle, wenngleich sie als Begleitung des vorher erschienenen Romans keine echten Offenbarungen nachliefert. 4 von 6 Sternen!

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Ein Kommentar zu “Rezension: „The Short Second Life of Bree Tanner“

  1. Eine echte Offenbarung ist es wirklich nicht, dafür aus meiner Sicht der einzige Roman Meyers, der tatsächlich als Vampirroman zu zählen ist und zumindest versucht die Richtung von „Dracula“ und den Rices Vampir-Chroniken einzuschlagen.

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