Rezension: Comic – Ongoing #11 + #12 “The Truth about Tribbles”

Obwohl in diesen zwei Ausgaben die aus der Classic-Serie bekannten Tribbles eine wichtige Rolle spielen, ist dies keine Neuerzählung der TV-Folge im neuen Universum, sondern eine komplett neue Geschichte rund um dieses knuffigen, schnurrenden Pelzknäuel. Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick auf Ereignisse des 11. Kinofilms: Kirk und der alte Spock sind auf dem Außenposten auf Delta Vega und wollen sich gerade Scottys Shuttle ansehen, als Spock das kleine, vertraut wirkende Tierchen im Käfig auf Scottys Schreibtisch auffällt. Laut Scotty habe er es von einem vorbeikommenden Händler namens Jones erworben und sei sehr pflegeleicht, da es nichts frisst. Eine Information, die Spock faszinierend findet.

Ausgabe #11

Ausgabe #12

Mehr als ein Jahr später, Sternzeit 2259,155: Scotty und Chekov sind im Transporterraum der Enterprise und führen ein kleines, privates Experiment in Sachen Transwarp-Beamen durch. Ihr Testobjekt: der appetitlose Tribble, den Scotty von Delta Vega abgeholt hat und die lange Distanz bis zur Sternenflottenakademie auf der Erde gebeamt wird. Erfolgreich, wie Scottys Neffe Chris, ein Kadett an der Akademie, erfreut verkündet.

Schon kurz nach dem erfolgreichen Transport wird Roter Alarm an Bord der Enterprise gegeben: Ein klingonischer Bird of Prey wurde fern der klingonischen Grenze geortet, zu der er nach einem Abstecher zum Planeten Iota Germinorum IV eiligst wieder zurückkehrt. Um herauszufinden, welches Interesse die Klingonen an diesem Planeten hatten, beschließt Kirk zusammen mit Spock, Scotty und Chekov auf die Oberfläche zu beamen. Das Außenteam kommt in einem farbenfrohen und harmlos aussehenden Dschungel an, der die Heimat einiger Tierarten ist, die – allerdings nur auf den ersten Blick – genauso harmlos aussehen: Tribbles und weit größere Tiere, die die Tribbles verspeisen.

Zu Scottys großer Überraschung verhalten sich die Tribbles auf dem Planeten ganz anders als jenes Exemplar, das er vorhin zu seinem Neffen gebeamt hat. Sie vermehren sich in exorbitanter Geschwindigkeit und Spock stellt fest, dass diese Kreaturen für fremde Biosphären eine potenzielle Bedrohung darstellen können. Dies ist auch die Erklärung, warum die Klingonen eine Bombe auf dem Planeten zurückgelassen haben …

Fazit: Ich möchte die Inhaltsangabe gar nicht noch ausführlicher gestalten, das Risiko wäre einfach zu groß, die vielen, vielen Gags und amüsanten Situationen vorwegzunehmen. Eines ist klar: „The Truth about Tribbles“ folgt in bester Tradition den bisherigen Tribbles-Folgen der TV-Serien. Die Geschichte macht wirklich Spaß und ist dabei gleichzeitig hervorragend ins neue Universum eingebettet und knüpft sogar ein wenig an die Ausgabe #10 an, indem hier abermals ein etwas sonderbares Geheimdienst-Vorgehen gegen Ende erwähnt wird. Es sollte einige, die sich am Transwarp-Beamen im letzten Film gestört haben, doch besänftigen, dass dies keine Standard-Technologie auf der Enterprise oder gar in der Sternenflotte wird.

Aber der echte Schluss der Geschichte ist dann wieder extrem heiter, als schließlich heraus kommt, warum Scotty diese unerlaubten Transwarp-Experimente überhaupt erst durchgeführt hat. 😀 Das führt schließlich zum Auftritt eines Charakters, von dem wir im 11. Kinofilm nur gehört haben. Wiedersehen macht in diesem Fall wirklich große Freude!

Was ebenfalls noch sehr gut zu dieser amüsanten Geschichte passt, sind die Zeichnungen von Claudia Balboni und Ilana Traversi, die – ohne zu kitschig zu werden – nicht nur die neuen Umgebungen, sondern auch die Enterprise selbst farbenfroher erscheinen lassen. Auch die Charaktere sind – mit Ausnahme von McCoy, der aber eine überraschend kleine Rolle hat – sehr gut getroffen.

Die Bewertung für „The Truth about Tribbles“ ist eindeutig: Höchstnote, 6 volle Sterne!

Anmerkungen:

Die Sternzeit dieser Ereignisse wird mit „2259,155“ angegeben. Das ist wirklich erstaunlich, da dies einerseits mehr als ein Jahr nach dem Kinofilm (Sternzeit 2258,42) angesiedelt wäre und ebenfalls auch mehr als neun Monate nach dem letzten Comic „The Return of the Archons“. Ich bin gespannt auf den 12. Kinofilm. Vielleicht spielen dessen Ereignisse ja dazwischen?

Auch interessant ist, dass die Zeichnungen von Claudia Balboni einige Designs etwas anders darstellen, einiges ein wenig mehr wie eine Mischung aus der Classic-Serie und dem 11. Film aussieht. Auch hier bleibt die Frage, ob dies vielleicht etwas mit dem 12. Kinofilm zu tun haben könnte. Vielleicht ist dies aber auch nur als besondere Hommage an die Classic-Serie zu verstehen. Immerhin zählt deren Tribbles-Folge zu den populärsten.

Die wirklich schönen Bilder von Zeichnerin Claudia Balboni und Koloristin Ilana Traversi haben dennoch gelegentlich ihre Schönheitsfehler. So werden von Panel zu Panel die Farben von Kirks und Spocks Schutzanzügen gerne mal vertauscht. Und auf manchen Displays tauchen Grafiken auf, die seeeehr an die LCARS-Oberflächen der Next-Generation-Ära erinnern. Eine nettes kleines Easter-Egg versteckt sich aber dafür in einem Bild von Chris Scotts Quartier auf der Akademie: Dort steht ein Modell von Captain Protons Raketenschiff. 😀

Laut dem Sternenatlas ist die Heimatwelt der Tribbles der Planet Iota Geminorum IV. In diesem Comic bekommt er wahrscheinlich versehentlich ein zusätzliches „r“ verpasst und wird durchgängig Iota Germinorum IV genannt.

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