Rezension: TOS – “Spock muss sterben!“

Meinen 100. Eintrag auf meinem Blog widme ich einem ganzen speziellen Star Trek-Roman: „Spock muss sterben!“ aus dem Jahre 1970.  Im Gegensatz zu den meisten von mir in den letzten eineinhalb Jahren rezensierten Romanen habe ich diesen bereits gekannt, bevor ich ihn in den letzten Tagen wieder mal gelesen habe. Mir hat der Roman bereits beim ersten Lesen vor rund fünfzehn Jahren schon sehr gut gefallen, aber ich habe erst nachträglich erfahren, welchen besonderen Status er unter den Star Trek-Romanen einnimmt und deshalb habe ich mich entschieden, wieder diesen alten Roman aus dem Regal zu holen und ihm eine aktuelle Rezension zu widmen. Noch bevor ich auf den Inhalt eingehe möchte ich daher auch vorab erläutern, unter welchen Umständen der Roman damals im Jahre 1970 entstanden ist.

 Spock_muss_Sterben_(1._Auflage)

Es ist schon seit Jahrzehnten üblich, dass parallel zu vielen TV-Serien auch Romane erscheinen, die Geschichten erzählen, die während der Handlung der Serie stattfinden. Da die Autoren solcher Romane fast nie identisch mit den Verfassern der Drehbücher sind und auch nicht der Wunsch besteht, dass Geschichte aus einem anderen Medium mit der Handlung einer laufenden TV-Serie interferiert, erzählen die Romanautoren in ihren Büchern meistens Geschichten, die unabhängig vom Verlauf der Serie sind. Grundsätzlich muss die Ausgangssituation am Ende eines jeden Romans genau gleich sein wie am Anfang. Keiner der Seriencharaktere darf sterben, an etablierten Machtverhältnissen und Beziehungen darf nichts verändert werden. Unter dieser Voraussetzung sind auch viele Romane der Star Trek-Serien „The Next Generation“, „Deep Space Nine“, „Voyager“ und „Enterprise“ erschienen. Und sogar einen Roman von „The Original Series“ (damals schlicht „Star Trek“ ohne den später zur Unterscheidung notwendig gewordenen Zusatz) gab es, der erschienen ist während die Serie noch im TV lief. Dabei handelte es sich um „Mission to Horatius“, einen Jugendroman aus dem Jahr 1968. (Auf Deutsch stark gekürzt 1970 und erstmals ungekürzt 1999 erschienen.) „Mission to Horatius“ hat sich an die üblichen Regeln gehalten und ein Abenteuer der Crew der Enterprise erzählt, das unabhängig von den im TV erzählten Abenteuern erzählt wurde und an beliebiger Stelle der Serie eingefügt werden könnte.

Während sich solche Romane also strikt an die Vorgabe halten müssen, nicht der Kontinuität der TV-Serie in die Quere zu kommen, gilt das nicht für Romane, die nach dem Ende bzw. der Absetzung der Serie entstehen. Sehr viele Serien werden nach ihrem Ende auf dem TV-Bildschirm in Form von Romanen oder Comics weitergeführt. Ab dem Ende einer TV-Serie können sich die Romanautoren natürlich deutlich mehr Freiheiten nehmen und müssen nicht mehr auf mögliche Entwicklungen in nicht mehr produzierten TV-Episoden Rücksicht nehmen. Besonders freuen sich Serienfans natürlich darüber, wenn Serien mit offenem Ende zumindest in Romanform fortgesetzt und abgeschlossen werden, so z.B. „The 4400“ (bereits von mir rezensiert) oder „Dark Angel“. Aber auch Serien die nicht mit einem sogenannten „Cliffhanger“ endeten werden als Romane fortgesetzt und so gibt es zu den Star Trek-Serien sogenannte „Relaunch“-Romane, deren Autoren sich durchaus auch mal trauen, größere Veränderungen durchzuführen, Hauptcharaktere über die Klinge springen zu lassen (oder wiederzubeleben) und einschneidende Ereignisse mit Einfluss auf die Machtblöcke des Star Trek-Universums beschreiben. Und „The Original Series“ ist da keine Ausnahme!

„Spock muss sterben!“ erschien im Jahr 1970, ein Jahr nachdem die TV-Serie „Star Trek“ abgesetzt worden ist. Am Bildschirm war „Star Trek“ somit beendet, es gab keine Aussichten darauf, dass die Serie jemals wieder zurückkehren wird. Nicht einmal der größte Optimist hätte geglaubt, dass die Abenteuer von Captain Kirk & Co in einer Zeichentrickserie (1973/74 und 7 Kinofilmen ab 1979 bis 1994 „Treffen der Generationen“ mitgerechnet) fortgesetzt bzw. dass das Star Trek-Universum innerhalb der nächsten 43 Jahre nach TOS noch in 5 TV-Serien und bald 12 Kinofilmen Thema sein würde. Und ohne die magische Glaskugel, die ihm diese künftige Entwicklung vorausgesagt hätte, schrieb Autor James Blish den ersten Star Trek-Roman, der nach den Ereignissen der TV-Serie spielt, eine wirklich erstaunliche Veränderung beschreibt und dabei natürlich keine Rücksicht auf eventuelle künftige Geschichten im Star Trek-Canon nimmt. James Blish war bereits 1970 ein Star Trek-erfahrener Autor, der vor „Spock muss sterben!“ schon die Romanadaptionen der TV-Episoden von „The Original Series“ verfasst hat.

„Spock muss sterben!“ ist bei mehreren Verlagen erschienen (auch unter dem Titel „Duell der Träume“). Für diese Rezension greife ich zur Version, die beim Goldmann-Verlag erschienen ist mit der überarbeiteten Übersetzung von Hermann Urbanek, Originalübersetzt von Hans Maeter.

Inhalt: Die Enterprise ist auf einer Kartographierungsmission in einem weit entfernten Gebiet der Galaxis und langsam macht sich Langeweile breit, was u.a. Doktor McCoy und Mister Scott zu technisch-philosophischen Diskussionen nützen und McCoy sich fragt, ob der Transporter ihn schon vor Jahren bei seinem ersten Beamen umgebracht und durch ein nicht unterscheidbares Duplikat ersetzt hat. Eine Frage, die Scotty mit der Feststellung abtut, dass ein Unterschied, der keinen Unterschied bewirkt, auch kein Unterschied sei. Captain James T. Kirk ist recht froh darüber, auf die Brücke gerufen zu werden um nicht den Schiedsrichter bei der Debatte spielen zu müssen. Doch was ihn sein Erster Offizier auf der Brücke mitteilt, ist noch viel beunruhigender.

Die Enterprise hat Signale aufgefangen, demnach die Klingonen einen großangelegten Angriff auf die Föderation gestartet haben. Obwohl die mächtigen Organier erst vor ein paar Jahren in einen Konflikt zwischen Föderation und Klingonen eingeschritten sind (siehe Episode „Kampf um Organia“) und Konsequenzen angedroht haben, sollte eine der beiden Parteien gegen den Friedensvertrag verstoßen, scheint sich dieses Volk körperloser Energiewesen nun doch nicht einzumischen, was nur zwei Vermutungen zulässt: Entweder haben die Klingonen die Organier irgendwie töten können bevor sie ihren Angriff auf die Föderation gestartet haben oder es gelang ihnen den Planeten Organia zu isolieren. Hin- und hergerissen zwischen der Möglichkeit, den klingonischen Raum monatelang zu umfliegen und ins Föderationsgebiet zurückzukehren oder stattdessen auf einer Selbstmordmission ins Klingonenimperium einzudringen und hinter den Linien Schaden anzurichten, entscheidet sich Kirk für den Mittelweg: Er lässt Kurs auf Organia setzen, um das Schicksal der Organier in Erfahrung zu bringen und – wenn noch möglich – sie auf die Vertragsverletzung durch die Klingonen aufmerksam zu machen.

Da auch diese Reise sechs Monate dauern wird, hat Scotty einen Vorschlag: Angeregt durch die Diskussion mit Dr. McCoy hat er den Plan entwickelt, wie er im Transporter von jemanden ein „Tachyon-Duplikat“ erstellen kann, das nur innerhalb eines Dimensionsfelds existiert und das über weite Distanzen gebeamt werden könnte, während die originale Person an  Bord der Enterprise bleiben könnte. So wäre es möglich, das Duplikat bereits voraus nach Organia zu schicken, dort Erkundigungen einholen und nach 24 Stunden zum Ausgangspunkt zurückkehren zu lassen, wo das Duplikat seinen Bericht abgeben könnte um sich nach Aufhebung des Dimensionsfeldes wieder aufzulösen.

Nach kurzer Skepsis ist Captain Kirk schließlich bereit, das Experiment durchzuführen, ist es doch die beste Möglichkeit, schon Monate vor der Ankunft bei Organia mehr über die aktuelle Lage dort zu erfahren. Mister Spock erklärt sich bereit, als Vorlage für das Duplikat zu dienen. Das Experiment verläuft anfänglich gut, doch am Ende des Vorgangs stehen plötzlich zwei Spocks – beide aus Fleisch und Blut und nicht aus Tachyonen – auf der Transporterplattform. Beide sind optisch nicht voneinander zu unterscheiden und beide behaupten, der echte Spock zu sein. Und auch im Verhalten sind beide logisch. Doch während der eine Spock logisch dafür argumentiert, dass beide Spocks sich aus dem Weg gehen sollte, argumentiert der andere Spock genauso logisch für eine andere Problemlösung: Spocks muss sterben!

Da Kirk zu diesem drastischen Schritt nicht bereit ist, lässt er beide Spocks in unterschiedlichen Schichten arbeiten und hat ein sorgsames Auge auf die beiden um eventuell doch herauszufinden, ob einer der beiden Spocks eindeutig das Original und der andere ein Duplikat ist. Dass sich einer der Spocks vom anderen unterscheidet wird klar, als sich die Enterprise Organia nähert und durch Sabotage unter Warp-Geschwindigkeit fällt und von einem klingonischen Späher-Schiff entdeckt wird. Alles deutet auf Spock als Saboteur hin, aber auf welchen? Jedenfalls scheinen die Verhaltensmuster von einem der beiden Spocks entscheidend gestört worden zu sein und Kirk kann keinem von beiden mehr trauen. Bei der Ankunft in der Nähe von Organia erlebt Kirk die nächste böse Überraschung: Sechs klingonische Schiffe erwarten die Enterprise bereits, verwickeln sie in einen Kampf und zwingen sie, von Organia wieder fort zu fliegen. Aber der kurze Blick auf den Planeten hat schon ausgereicht, um dessen Veränderung deutlich zu erkennen: Eine Art Kraftfeld hat sich um den Planeten gelegt, das nicht nur eine Barriere zwischen ihm und dem restlichen All darstellt, sondern auch jeden Menschen in unmittelbarer Nähe psychisch extrem belastet. Während die Enterprise in einen aussichtslosen Kampf mit einer klingonischen Armada verwickelt wird, muss sich ein Außenteam nach Organia begeben – den dank der Barriere unwirtlichsten Ort der Galaxis. Denn nur dort kann ein Weg gefunden werden, die Barriere aufzulösen und den Organiern ein Eingreifen in den Krieg zu ermöglichen. Und ebenfalls dort entscheidet sich, welcher der beiden Spocks überleben wird und welcher nicht …

Die Auflösung: Normalerweise vermeide ich in meinen Rezensionen, zu viel über den Schluss einer Geschichte zu verraten, um eventuelle zukünftige Leser nicht die Spannung zu verderben. Aber da die Auflösung der Geschichte ein ganz besonderes Merkmal des Romans darstellt, möchte ich diesmal auch darauf in der Rezension eingehen. Wer nicht wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht, sollte den folgenden Abschnitt also am besten überspringen!

Nachdem die Enterprise erstmals den Zustand Organias festgestellt hat, wird klar, wie der zweite Spock entstanden ist: Der Tachyonentransporterstrahl wurde von der Barriere zurückgeworfen und hat eine spiegelverkehrte Version zurück zur Enterprise geschickt, wo der Transporter diese als lebendige Variante aus Fleisch und Blut materialisiert hat. Als McCoy das erkennt, kann er problemlos feststellen, welcher der beiden Spocks das Duplikat und der Saboteur ist. Doch der falsche Spock kann sich der Gefangennahme entziehen und flüchtet mit einem Shuttle nach Organia. Als der Landungstrupp von der Enterprise eintrifft wird es von Halluzinationen geplagt und der falsche Spock will diesen Umstand ausnützen, um Kirk und Scotty von der richtigen Spur abzulenken. Da aber auch der echte Spock Teil des Landetrupps ist, bekämpft dieser sein Ebenbild in einem telepathischen Duell (daher der alternative Buchtitel „Duell der Träume“ bei anderen Verlagen) und kann das Duplikat töten. Als diese Gefahr beseitigt ist können Kirk, Scotty und der echte Spock erfolgreich Kontakt mit den Organiern aufnehmen und zusammen gelingt es, die von den Klingonen errichtete Barriere aufzuheben. Die Organier haben ihre Macht nun wieder zurückerlangt und schreiten gemäß des Friedensvertrages ein. Und wie! Der Urteilsspruch für das Vergehen der Klingonen ist an Härte kaum zu überbieten: Den Klingonen wird für die Dauert von eintausend Jahren (!) der Raumflug untersagt. Alle ihre Schiffe haben zu den nächstgelegenen Stützpunkten zurückzukehren bevor die Organier für ein Jahrtausend die Antriebe der klingonischen Raumschiffe unbrauchbar machen werden. Die Klingonen sollen diesen Zeitraum als Nachdenkpause benutzen und versuchen, sich zu einem friedfertigen Volk weiterzuentwickeln.

Diese Konsequenz aus dem Vertragsbruch der Klingonen ist etwas, das nur in einem „Relaunch“-Roman möglich ist. Die Klingonen haben diverse Auftritte in der TV-Serie gehabt, wodurch die Ereignisse dieses Romans wirklich ausschließlich nach deren Ende angesiedelt sein müssen. Und wie hätte Autor James Blish auch ahnen können, dass bereits eine damals noch nicht geplante Zeichentrickserie und der erste Star Trek-Kinofilm die Klingonen als raumfahrende Spezies darstellen sollten. Das Star Trek-Universum hätte in den kommenden vier Jahrzehnten ganz schön anders ausgesehen, wären die Klingonen nie mehr aufgetreten. Aber dem Autor von „Spock muss sterben!“ kann man eigentlich keine Vorwürfe machen. Er hat mit „Kampf um Organia“ wahrscheinlich jene Episode der Classic-Serie ausgewählt, die besonders episch und bedeutungsvoll für die Gestaltung des Star Trek-Universum war und eine Fortsetzung mit den gleichen Eigenschaften geschrieben.

Fazit: Der Roman „Spock muss sterben!“ ist inhaltlich natürlich längst überholt. Die Serien und Kinofilme der folgenden Jahrzehnte haben die im Roman beschriebenen Ereignisse längst negiert, aber das sollte auch kein Qualitätskriterium sein. Denn auch spätere Romane aus den 80ern und 90ern sind in vielen Details von späteren „On-Screen“-Informationen widerlegt worden. Versetzt man sich zur Einschätzung des Romans fairerweise ins Jahr 1970 zurück, muss man sagen, dass James Blish wirklich eine beeindruckende Story geschrieben hat. Sie beinhaltet sowohl eine typische Science-Ficition-Story mit der der Verdoppelung einer Person und konzentriert sich auf die Interaktion der Charaktere angesichts dieser Erscheinung. Anderseits beschreibt der Roman auch ein Kriegsgeschehen, das von großer Bedeutung für die Föderation und das Klingonische Imperium ist. Und beide Handlungselemente sind sehr gut miteinander verknüpf.

Wenn man diesen alten Roman liest, fallen einem jedoch schon ein paar Unterschiede zur TV-Serie auf. Vorweg: Die Charaktere hat Blish hervorragend getroffen, aber das verwundert auch nicht, denn immerhin kannte er die Drehbücher der Serie wohl in- und auswendig und einigen eingestreuten Infos nach dürfte er auch Einblick in die Serienbibel, den Leitfaden für die Autoren der Drehbücher, gehabt haben. Auch über die Kurzauftritte der Klingonen Kor und Koloth kann man sich freuen.

Was von der Serie stärker abweicht, sind gewisse Begriffe. So kommen in diesem kurzen Roman (126 Seiten schmal) wahrscheinlich mehr wissenschaftliche und technische Fachbegriffe vor als in allen Folgen der Original-Serie. Einige von ihnen klingen auch sehr ungewohnt, allerdings gibt es auch immer wieder die Erklärung von Funktionsprinzipien, die in den späteren Serien sogar bestätigt wurden. Der Subraum mag zwar als Hyperraum bezeichnet werden, aber dass ein Warp-Feld (bzw. „Sol-Feld“) einem Schiff die Fortbewegung mit Überlichtgeschwindigkeit ermöglicht, hat James Blish bereits lange bevor dies in „The Next Generation“ festgelegt wurde erfasst.

    Eine Fragen aufwerdende Darstellung auf dem Originalcover des Romans, das auch vom Goldmann-Verlag übernommen wurde.

Eine Fragen aufwerdende Darstellung auf dem Originalcover des Romans, das auch vom Goldmann-Verlag übernommen wurde.

Die ausgedehnten wissenschaftlichen Erklärungen sind auch das große Mank dieses Romans. Es gibt einige recht langatmige Passagen, in denen die Charaktere mit sehr vielen Fachbegriffen jonglieren und es dem Leser schwer machen, den Beschreibungen zu folgen. Die Verwendung unbekannter oder unüblicher Termini erschwert dies zusätzlich. Weiters habe ich ein gewisses Problem mit der Erklärung, dass die Energiebarriere ein echtes seitenverkehrtes Spiegelbild von Spock erstellt hat. Die Szene wie sie auf dem Cover des Romans zu sehen ist, könnte so gar nicht stattfinden, denn der falsche Spock hätte sein Uniformabzeichen auf der falschen Seite. Und selbst wenn Vulkanier allgemein einen symmetrischen inneren Aufbau haben sollten (was durch Aussagen in der TV-Serie auch zweifelhaft ist), müsste McCoy ihn schon so oft untersucht haben, um selbst kleinste Abweichungen festzustellen. Als Grundsatzfehler will ich das aber auch nicht werten, die generelle Seitenverkehrtheit ist nicht unbedingt ausschlaggebend für die Handlung und hätte auch gar nicht zwangsläufig erwähnt werden müssen.

Bewertung: Angesichts des Alters des Romans ist er wirklich sehr unterhaltsam und der Schluss ist natürlich der Hammer! Die ausgedehnten wissenschaftlichen und technischen Erläuterungen schlagen sich aber schon negativ auf den Erzählfluss nieder und bremsen die sonst sehr tempo- und ereignisreiche Handlung. Mit ein paar Vereinfachungen hätte die Geschichte wahrscheinlich sehr gut innerhalb von 50 Minuten (Länge einer TOS-Episode) erzählt werden können, wenngleich eine Umsetzung als TV-Episode das Effektbudget der Serie gesprengt hätte. 😀

„Spock muss sterben!“ erhält von mir starke 4 von 6 Sterne. Zwar finde ich den Schluss absolut genial, die Charakterzeichnung sehr gut und den Mut von James Blish aller Ehren wert. Aber diese etwas langatmigen Passagen und den gerade für TOS-Verhältnisse etwas anormalen Umgang mit Fachbegriffen kann ich nicht ganz verzeihen.

4stars

Nachträgliche Anmerkung vom 20.Juli.2017: 


Die japanische Ausgabe von „Spock must die!“
Dank trekcore.com wurde ich kürzlich auf ein alternatives Cover des Romans aufmerksam, das die japanische Fassung ziert und mir ob seiner Ungewöhnlichkeit im Stil und des abgebildeten Motivs sehr gefällt. Die Veröffentlichung dieses Blog-Eintrags liegt zwar schon mehr als vier Jahre zurück, aber sollte sich doch noch ein Leser für diesen Roman und meine Rezension interessieren, so möchte ich ihr oder ihm dieses besondere Cover – gestaltet von Toru Kanamori – nicht vorenthalten.

Wie der Künstler die japanische Flagge auf dem Cover andeutet ist genauso interessant wie das Schiffsdesign. Dieses soll bestimmt die Enterprise darstellen. Frühe Roman-Cover und Comics haben sich bei der Darstellung von Schiffen und Personen oft sehr große Freiheiten erlaubt. Interessant zu sehen, dass dies auch in Japan der Fall war.

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