Rezension: Comic – Ongoing #25 bis #28 “The Khitomer Conflict”

Mit „The Khitomer Conflict“ starten die Abenteuer der Enterprise so richtig. Nach den Ereignissen des Kinofilms „Star Trek Into Darkness“ befindet sich das Schiff nun auf dem Weg zur ihrer geplanten 5-Jahresmission. Auf der Deep Space-Station K-11 werden die letzten Vorbereitungen getroffen und auch neues Personal an Bord genommen – darunter auch Yuki Sulu, was bei ihrem Bruder Hikaru nicht gerade auf Begeisterung stößt. Die Enterprise hat die Raumstation kaum verlassen, als es schon zum ersten unerwarteten Ereignis kommt: Lieutenant Uhura fängt einen klingonischen Notruf – einen Aufruf zur Rache – ab. Demnach hat es einen Angriff auf den Planeten Khitomer gegeben, wo die Klingonen gerade erst begonnen hatten, eine neue Kolonie zu errichten.

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Da die Beziehungen zwischen Föderation und Klingonischem Reich in letzter Zeit bekanntlich sehr angespannt waren, beschließen Captain Kirk und Mister Spock, nach Khitomer zu fliegen und Hilfe anzubieten. Ihre Hoffnung, dadurch den Klingonen zu zeigen, dass die Föderation nicht prinzipiell ihr Feind ist, zerschlägt sich aber schnell: Nicht nur, dass es auf der Kolonie keine Überlebenden gibt. Kurz nachdem die Enterprise ein Außenteam auf Khitomer gebeamt hat, tauchen mehrere klingonische Schiffe auf, die den Notruf ebenfalls empfangen haben. Diese Optik allein ist mehr als schlecht und auch die Tatsache, dass den Waffensignaturen nach zu urteilen die Sternenflotte hinter der Zerstörung der Kolonie steckt, sorgt dafür, dass die Klingonen schnell glauben, den Feind gefunden zu haben. Commander Kor, der die klingonischen Streitkräfte anführt, nimmt das Außenteam rund um Captain Kirk und Carol Marcus gefangen, um sie nach Kronos zu bringen. Spock, der das Kommando über die Enterprise führt, muss angesichts der überlegenen Klingonen-Schiffe (die mittels Narada-Technologie verbessert wurden) den Rückzug nach Station K-11 antreten.

Was sowohl den Klingonen als auch der Enterprise-Crew lange unbekannt bleibt: Die Romulaner steckten hinter dem Angriff auf die Kolonie. Dank einiger übergelaufener Sektion 31-Agenten konnten sie ihre Waffen verbessern, was zu den fehlinterpretierten Energiesignaturen führten. Die Wahrheit offenbart sich erst kurz nachdem das gefangen genommene Außenteam auf Kronos eintrifft, denn die Romulaner haben größere Ziele, als nur klingonische Kolonien zu zerstören. Bei ihrem Angriff auf die klingonische Heimatwelt Kronos kommt es schließlich zum finalen Konflikt zwischen Klingonen, Romulanern, Sektion 31 und Sternenflotte.

Fazit: Der 4-Teiler ist wirklich etwas ganz Besonderes! So ziemlich all die begonnenen Handlungsstränge aus den vorangegangenen Comics werden in diesem epischen Konflikt miteinander verbunden. Bereits früh in der „Ongoing“-Reihe wurden diese Handlungsstränge begonnen. Von besonderer Wichtigkeit sind vor allem die Comics “Vulcan’s Vengeance” (#7 + #8), die ersten Seiten von „The Return of the Archons“ (#9) sowie der Sulu-Origin „Red Level Down“ (#20) sowie der Dreiteiler „After Darkness“ (#21 bis #23). Also ganz schön viel, was hier zusammenkommt, aber dennoch bleibt die Geschichte sehr übersichtlich und eine Story, in denen es zwischen Romulanern, Klingonen und der Föderation dazwischen so richtig zur Sache geht, ist natürlich ein programmiertes Highlight der Comic-Reihe, das sich den Umfang von 4 Ausgaben auch wirklich verdient. Man sieht die Geschichte aus den Perspektiven aller Parteien und dennoch gibt es einige Überraschungen und auch das Wiedersehen mit einem aus der Original TV-Serie stammenden Charakter. (Wahrscheinlich sind es 2 TOS-Charaktere. Der romulanische Commander L’nar ist wohl eindeutig eine Anspielung auf den in TOS namenlos gebliebenen Romulaner-Kommandanten aus „Spock unter Verdacht“. Gespielt wurde dieser Romulaner von Mark Lenard.)

Die Zeichnungen in diesen 4 Comics stammen von Efan Fajar (Stellar Labs), der schon ein paar frühere Ausgaben gezeichnet hat. Grundsätzlich gefällt mir sein Stil bei den Charakteren sehr gut. Ein Manko bei vielen Ongoing-Comic ist, dass man sich häufig aus allen möglichen Ecken des Star Trek-Universums bedient und Kirk und Sulu plötzlich mal in einem Korridor gehen, der sehr nach Voyager aussieht oder hinter Scotty mal ein Warp-Kern zu sehen ist, der jenem der Enterprise-E erstaunlich ähnlich sieht. Anderseits ist es an vielen Stellen auch durchaus passend, sich an den Designs der anderen Serien zu orientieren, wenn z.B. die klingonische Heimatwelt zu sehen ist. Was sich ebenfalls durch die Ongoing-Reihe zieht, sind die Sternzeiten, nicht wirklich zu den Angaben in den Filmen zu passen scheinen. Auch davor ist „The Khitomer Conflict“ nicht gefeit.

Bewertung: Es gibt ein paar Schönheitsfehler, die aber keinen Einfluss auf die Story und die beschriebenen handelnden Protagonisten hat. Daher gebe ich diesem absoluten Höhepunkt der bisherigen Ongoing-Reihe die Höchstnote. Ein großes, spannendes Abenteuer, in dem verschiedenen Handlungsfäden in einer epischen Story zusammenkommen. 6 Sterne!

6stars

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