Modellbau – U.S.S. Enterprise (TOS)

Seitdem ich zuletzt ein Modell gebaut habe, ist schon wieder einige Zeit verstrichen. Vor rund zwei Wochen hatte ich aber wieder mal Lust, mit Klebstoff, Lack, Kabeln und LEDs zu arbeiten und so habe ich mir den Bausatz der U.S.S. Enterprise aus der klassischen Star Trek-Serie von Revell gekauft. Gestern bin ich fertig geworden und dies ist das Ergebnis:

Und hier ein kleines Präsentationsvideo, damit man den Effekt bei den Warp-Gondeln besser erkennt:

Und eine Nahaufnahme einer Warpgondel:

An dieser Stelle möchte ich auch nochmals an die Idee-Homepage von Revell erinnern, wo ihr unter anderem euer Interesse an anderen Bausätzen ausdrücken könnt. Ich selbst würde mich ja sehr über eine U.S.S. Kelvin freuen: Hier der Link zur Homepage, auf der ihr den Vorschlag, ein Modell der U.S.S. Kelvin herauszubringen, unterstützen könnt:

http://ideas.revell.de/ideas/item/45/

Aktuell hat Revell nur 3 Star Trek-Modell im Sortiment und auch auf der Ideen-Homepage von Revell hinken die vorgeschlagenen Star Trek-Modelle ziemlich hinterher. Höchste Zeit, dass sich daran etwas ändert! Also wenn auch ihr euch weitere Star Trek-Bausätze von Revell wünscht, dann deponiert das auf der Seite http://ideas.revell.de/ mit euren Klicks bei den Star Trek-Modellen.

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6 Kommentare zu “Modellbau – U.S.S. Enterprise (TOS)

  1. Dein Modell ist wieder mal sehr schön geworden. Es sieht alles sauber verarbeitet aus. Ich hatte die TOS-Enterprise auch mal, aber die Verkabelung würde ich mir nicht zutrauen.
    Allgemein konnte ich mit dem Design aber nie besonders viel anfangen. Die überarbeitete Version aus den Filmen und auch aus dem Reboot ist meiner Meinung nach wesentlich schöner.

    Viele Grüße

    • Hallo Martin!

      Die Beleuchtung habe ich im Gegensatz zur Galactica diesmal etwas einfacher umgesetzt und ein Beleuchtungssystem mit Steckern eingebaut, anstatt Kabel, Widerstände und Dioden zusammenzulöten. Beim System von Kahlert oder Steger gibt es Beleuchtungstrafos für konstantes und flackerndes Licht, Verteilerstecker und LEDs und kleine Glühbirnen mit Fassungen direkt mit Stecker. Da kann man ziemlich viel rausholen.

      Die TOS-Enterprise hat halt ein wirklich klassisches Design, das ich als TOS-Fan auch sehr gerne sehe. Aber auch ich war immer mehr der Fan der Refit-Variante und auch der neuen Enterprise, die übrigens mein nächstes Modell werden wird. Natürlich auch wieder mit Beleuchtung! 🙂

      LG Markus

  2. Sehr schön geworden! Ich will mich gerne selbst zum ersten Mal an der Beleuchtung eines Modells versuchen, habe aber noch keine Erfahrung damit. Wie funktioniert das mit dem Stecksystem, das du bei diesem Modell verwendet hast, und wie hast du den Flackereffekt in den Bussardkollektoren erzeugt, wenn ich fragen darf?

    • Das von Kahlert und Steger hergestellte System ist wirklich sehr anfägerfreundlich. Im Grunde bestehen sie aus einem Stromstecker, an denen meistens zwei Verteiler hängen, an die das Modell dann angeschlossen wird. Ein Verteiler ist dabei für konstante Beleuchtung zuständig während der andere einen Flackereffekt regelt.

      Die genaue Verkabelung und Anbringung der Beleuchtung ist dann je nach Aufbau des gewählten Modells unterschiedlich. Im Fall der TOS-Enterprise habe ich für das konstante Licht einen Verteiler in der Maschinensektion, an den ich zwei Lämpchen für die Beleuchtung der Fenster angeschlossen habe und drei weitere Verteiler: einen den ich in der Untertassensektion untergebracht habe und je einen in den Warp-Gondeln. (Die an den Verteilern und Lämpchen angebrachten Kabel sind meistens sehr lang, man kann sie problemlos dorthin verlegen, wo man sie haben will.)

      Weiters habe ich in der Untertassensektion noch einen zweiten Verteiler mit zwei Lämpchen für die blinkenden Positionslichter untergebracht, dessen Kabel ich ganz durch Halssektion und Maschinensektion gefädelt habe und die ich an den Flackereffekt-Verteiler des Stromsteckers angeschlossen habe. Ich finde, der Stecker produziert mehr ein rhythmisches Blinken und weniger ein Flackern, daher habe ich ihn nur für die Positionslichter verwendet. Für die Warp-Gondeln habe ich folgende Flackerlicht-LEDs an die Verteiler in den Warp-Gondeln angeschlossen:

      https://www.conrad.de/de/beleuchtung-kahlert-licht-11319-35-v-1269563.html

      Die flackern bereits in Rot und von selbst, werden also über die Verteiler dann am Konstantlicht-Verteiler des Stromsteckers angeschlossen. Pro Warp-Gondel habe ich drei davon verbaut und zwar an der Stelle, wo die transparenten Halbkugeln der Bussardkollektoren vorne auf den Gondeln aufsetzen. Dort gibt es im Bausatz einen kreisrunden „Boden“, in den ich 3 Rillen gesägt habe und in die ich die Flackerlicht-LEDs reingesteckt habe. Drei solche LEDs zusammen ergeben einen schönen Effekt, aber man muss den Bussardkollektor noch etwas diffuser machen, damit man die drei einzelnen Lichtquellen nicht so deutlich sieht: Um das zu erreichen habe ich die Innenseite der transparenten Kuppel mit farblosem Lack besprüht und nachdem der Lack trocken war mit feinem Sandpapier nachgeschliffen. So sehen die Bussardkollektoren „milchig“ aus und das Licht verteilt sich sanft. Eine weitere Bemalung der transparenten Kuppeln ist nicht nötig, da die Flackerlicht-LEDs bereits rot leuchten.

      (Alternativ würde bei der TOS-Enterprise aber auch jenes Verfahren funktionieren, dass ich bei der 2009-Enterprise verwendet habe, ist aber etwas aufwändiger. Für diese Enterprise habe ich neben den Lämpchen auch noch einen langsam drehenden Elektromotor eingebaut, aus einem Lego-Technic-Teil einen „Propeller“ gesägt und auf die Welle gesetzt. An den Motor habe ich eine Steckverbindung angelötet und konnte ihn so ganz einfach auch mit dem Stecksystem verbinden.
      https://rumschreiber.wordpress.com/2015/04/27/modellbau-u-s-s-enterprise-2009/)

      Fazit: Das Stecksystem bietet den Vorteil, verschiedene Verkabelungen ausprobieren zu können, bevor man das Modell zusammenbaut. Macht man einen Fehler (z.B. müssen die Plus- und Minus-Kontakte der Flackerlicht-LEDs auf der jeweils richtigen Seite liegen) kann man den Stecker einfach ziehen und ihn so umstecken, wie man es haben will.

      Meine Tipps: Viele Verteiler im Inneren des Modells anzubringen hat den Vorteil, dass man beim Bau die Beleuchtung der Untertassensektion, der Maschinensektion und der Warp-Gondeln unabhängig voneinander testen kann und dass pro Sektion nur ein Kabel hat, das raushängt. Bei den Verteilern muss man eventuell um im Inneren des Modells Platz zu haben übrigens den Kunststoffrand mit einer Zange entfernen. Das geht sehr leicht und beeinträchtigt den Verteiler nicht. An den ich übrigens empfehle, nur LEDs anzuschließen. Von denen kann man uneingeschränkt viele einbauen, während bei Verwendung zu vieler konventioneller kleiner Glühbirnchen der Trafo überlastet werden kann. Dann geht nichts mehr. Am besten ist, man schafft sich einen kleinen Vorrat an Beleuchtungselementen an. Ich habe mir mein Material über Conrad und Amazon zusammengestellt. Falls du löten kannst, kannst du auch Geld sparen, indem du einfach eine günstige LED-Lichterkette kaufst, dir die gewünschte Anzahl an Lichtern abschneidest und an einen Stecker lötest:
      https://www.conrad.de/de/micro-lichterkette-innen-batteriebetrieben-16-led-warm-weiss-beleuchtete-laenge-225-m-polarlite-1243944-1243944.html
      Das lässt sich mit so einer Lichterkette beliebig wiederholen und ist ideal für die Fenster.

      Und noch eine Idee, die ich aber leider bisher bei keinem meiner Modelle angewendet habe, weil sie mir zu spät einfiel: Falls du ein Schiff baust, bei dem die Registriernummer auf der Untertassensektion beleuchtet sein soll, ist es sehr schwierig, dies mit einem Lämpchen außen am Modell selbst zu erreichen, aber man kann schummeln! Da man das Innere eines Modells sowieso mehrfach mit schwarzem Lack besprühen muss, um ein Durchschimmern der internen Beleuchtung durch das Plastik zu verhindern, empfehle ich einfach, den Lack unterhalb der Stelle wo sich die Registriernummer befinden wird wieder wegzuschleifen und unterhalb dieser Stelle noch eine zusätzliches Lämpchen anzubringen. Es ist nur eine Theorie, sollte aber eigentlich genau den gewünschten Look erzeugen.

      Soweit eine recht umfangreiche Abhandlung zu dem Thema „Modellbeleuchtung“. 😀 Ich hoffe, sie hat dir ein wenig weitergeholfen und ich wünsche dir viel Freude mit deinem Modell und gutes Gelingen!

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