Rezension: Comic – Boldly go #9

Nach den Abenteuern der U.S.S. Endeavour in den vergangenen drei Ausgaben der „Boldly go“-Comicreihe, konzentriert sich Ausagbe #9 nun wieder auf persönliche Erlebnisse bekannter Charaktere. Diesmal im Mittelpunkt stehen Uhura und Spock.

ST_BoldlyGo09-cover

Die Enterprise wird noch auf Stenrnenbasis Yorktown zusammengebaut – ein Vorgang, der laut Information aus diesem Comic noch mehrere Monate andauern wird – und so gönnen sich Uhura und Spock eine Auszeit von der Sternenflotte, die sie auf Neu-Vulkan verbringen. Uhura unterrichtet an der Wissenschaftsakademie irdische Geschichte und Kultur während sich Spock einer Expedition anschließt, die ihn in eine abgelegene Gegend des noch relativ unerforschten Planeten führt. Dort soll eine radioaktive Substanz abgebaut werden, die dabei helfen soll, die neue Heimatwelt der Vulkanier energieautark zu machen.

Während sich Spock weit entfernt von der Hauptstadt aufhält, genießt Uhura ihre neue Aufgabe in der Wissenschaftsakademie, wird von ihren jungen Schülern wie auch ihren vulkanischen Kollegen sehr geschätzt – ebenso von Spocks Vater Sarek, dessen unterschwellige Botschaft, sie und Spock mögen doch auch mal an Heirat denken, ihr nicht entgeht 😀 Ein Subtext, den Spock für gewöhnlich nicht wahrnimmt. 😉

Sareks Andeutungen sind jedoch nicht die einzigen Botschaften, die Uhura auffängt. Plötzlich wird Uhura von sonderbaren, warnenden Visionen geplagt und irgendwie scheinen diese in Zusammenhang mit der Expedition zu stehen, an der Spock teilnimmt …

Fazit: Band #9 erzählt eine abgeschlossene Geschichte, die aufgrund ihrer Kürze die Protagonisten vor kein ausschweifendes Rätsel stellen und auch nicht emotional so mitreißend ist wie die großartige Ausgabe #5 über Jaylah. Aber die Charaktere sind schön getroffen, die Dialoge sehr passend und das Wiedersehen mit Sarek ist höchst erfreulich. In diesem Comic darf er sich wieder von seiner zuvorkommenderen Seite zeigen. Ebenfalls ein Wiedersehen gibt es im Rahmen einer Vision mit Uhuras Eltern und – besonders eindrucksvoll gezeichnet – mit ihrem Onkel Raheem. Sie alle haben wir bereits in Band #18 der „Ongoing“-Reihe kennengelernt, auf dessen Handlung Raheems Erscheinen auch direkt anspielt. (Wenngleich Raheem seit seinem letzten Auftritt ein „e“ abhanden gekommen ist. In diesem Band wird er „Rahem“ genannt.)

Thematisch verbindet die Geschichte sehr gut die Themen von Kommunikation und Emotionen, insofern ist Uhura – als einzige nicht-vulkanische Spezialistin für Kommunikation auf Neu-Vulkan – sehr gut in die Geschichte eingewoben, die Interessantes über die neue vulkanische Heimatwelt offenbart.

 

Visuell hervorragend dargestellt wurde Neu-Vulkan von Tony Shasteen. Nachdem die letzten paar Ausgaben der „Boldly go“-Reihe von neuen Zeichnen illustriert worden waren – mit sehr unterschiedlichem Erfolg meiner Meinung nach – kehrte also diesmal wieder ein Star Trek-Veteran ans Zeichenbrett zurück.  Landschaften stellt Shasteen sehr beeindruckend dar, Charaktere bleiben den Originalen treu und Seite 14 entlockt einem wirklich ein lautes „Wow!“.

Bewertung: Eine nette kleine Geschichte, die thematisch sehr gut konstruiert ist und mit einem unaufgeregtem Finale aufwartet sowie einigen schönen Charaktermomenten. Ich weiß, dass nicht jeder ein Fan der Uhura/Spock-Beziehung ist, die im elften Kinofilm eingeführt wurde. Ich selbst fand es aber absolut legitim, dass die Drehbuchschreiber hier subtile Andeutungen aus den frühen Folgen der klassischen Serie aufgenommen haben (aus „Das Letzte seiner Art“ und „Der Fall Charlie“), die die Zuneigung der beiden zueinander andeuten. Eigentlich ein ideales Thema, um in einer neuen, abweichenden Zeitlinie behandelt zu werden und „Boldly go“-Ausgabe #9 geht das Thema noch dazu ohne Kitsch an. Diese Ausgabe liefert damit eine gute Geschichte für Zwischendurch, der ich 4  von 6 Sterne geben kann.

4stars

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2 Kommentare zu “Rezension: Comic – Boldly go #9

  1. Hat zwar mit der Geschichte nichts zu tun, aber das Gebäude links unten sieht dem Burj al arab in Dubai zum Verwechseln ähnlich. Inspiration, Zufall oder bewusste Andeutung? 😉
    LG
    Martin

    • Das Design des Burj al Arab wird tatsächlich sehr gerne als Blaupause für futuristische Architektur herangezogen, so wie auch andere Gebäude in Dubai. Auch ein Grund, warum „Star Trek Beyond“ teilweise dort gedreht wurde bzw. 40 Gebäude in Dubai genau vermessen wurden, um sie in die CG-Darstellung der Starbase Yorktown einzufügen. Auf folgendem Bild sieht man das Burj al Arab in unmittelbarer Nähe des Stationskerns:

      Die Verwendung des Burj al Arab im Comic könnte eine Absichtliche Anspielung auf „Beyond“ sein, aber auch unabhängig davon wurde auf dieses Gebäudedesign in Star Trek schon zurückgegriffen. So wie in der TNG-Folge „Rikers Vater“: In der HD-Remastered-Version der Folge betrachtet Will Riker ein Bild seiner Heimatstadt und auch hier haben die Effektleute einige moderne Gebäude hineingesetzt – darunter das Burj al Arab – um die Stadt futuristisch aussehen zu lassen:

      Die Planer des Burj al Arab haben offenbar etwas sehr zukunftsweisendes erschaffen. 😀

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