Pilotfilm-Review: „Star Trek : Discovery – Das vulkanische Hallo/Kampf beim Doppelstern“

Gestern war es endlich soweit: Nach zwei Verschiebungen (ursprünglich waren Starttermine im Jänner und dann im Mai geplant) gingen die ersten beiden Episoden von „Star Trek – Discovery“ gestern auf Netflix online. Zwar präsentiert man uns den Serienauftakt als zwei getrennte Episoden – Auftaktfolgen in Spielfilmlänge scheinen heutzutage leider out zu sein – aber die beiden Episoden gehen direkt ineinander über, weshalb ich sie gemeinsam als Pilotfilm rezensiere.

Handlung: Wir schreiben das Jahr 2256 – zehn Jahre vor den Abenteuern von Captain Kirk & Co in der klassischen Star Trek Serie. Der Klingonen T’Kuvma hält vor seinen Anhängern eine Rede, in der er die sich bekriegenden 24 Häuser des Klingonischen Imperiums anprangert und die Bedrohung der klingonischen Lebensweise durch die Vereinigte Föderation der Planeten betont. T’Kuvma ist entschlossen, das Imperium wie einst Kahless erneut gegen einen gemeinsamen Feind in die Schlacht zu führen.

Zwei Repräsentanten diese „Feindes“ sind in der Zwischenzeit auf einem Wüstenplaneten in einer wohltätigen Mission unterwegs: Sternenflotten-Captain Philippa Georgiou und ihre Erste Offizierin Michael Burnham suchen eine Siedlung des einheimischen Volkes auf, um dort einen Brunnen zu revitalisieren. Es gelingt und nach einer kurzen Wanderung durch die Wüste, in der wir erfahren, dass Burnham seit 7 Jahren unter Georgiou dient und nach Meinung des Captains reif für ein eigenes Kommando ist, werden sie von ihrem Schiff – der U.S.S. Shenzhou – vor einem nahenden Sandsturm gerettet.

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Captain Georgiou und Commander Burnham sichern auf einer Wüstenwelt das Überleben der Crepusculaner.

Die nächste Mission führt die Shenzhou an den Randbereich der Föderation, in ein binäres Sonnensystem, wo ein dort stationiertes Kommunikations-Relais aus unerklärlichen Gründen Schaden genommen hat. Und dies vermutlich nicht zufällig. Denn ganz in der Nähe, zwischen Asteroidentrümmern versteckt, entdeckt Wissenschaftsoffizier Saru ein nicht identifizierbares Objekt künstlichen Ursprungs. In einem mit Jetpack ausgestatteten Raumanzug unternimmt Commander Burnham eine Erkundungsmission zum Objekt, das sich als uraltes Artefakt entpuppt – und sieht sich kurz nach dem Aufsetzen auf dessen Hülle sogleich mit einem klingonischen Krieger konfrontiert.

Burnham gelingt es mit Glück den Krieger zu töten und kann selbst gerade noch rechtzeitig von der Shenzhou wieder an Bord geholt werden, um vor den Klingonen zu warnen, die sich kurz darauf wie aus dem Nichts vor dem Bug der Shenzhou in Form eines gewaltigen Raumschiffs manifestieren – T’Kuvmas Flaggschiff. Doch T’Kuvma zeigt kein Interesse daran, mit dem Sternenflottenschiff in Kontakt zu treten. Stattdessen geht es ihm vielmehr darum, das Artefakt – ein Leuchtfeuer – zu aktivieren, das daraufhin nicht nur grelles Licht aussendet, sondern auch ein Funksignal. Burnham vermutet, dass die Klingonen damit Verstärkung rufen, doch in Wahrheit geht es T’Kuvma um weitaus mehr: Mit der Aktivierung des uralten Objekts ruft er die Führer der 24 dominanten Häuser des Klingonischen Imperiums herbei, um sie unter seiner Führung zu einen. Burnham will nicht bis zu deren Ankunft warten und nach kurzer privater Konsultation mit Botschafter Sarek – ihrem Ziehvater, der sie einst aufnahm nachdem Burnhams Eltern bei einem klingonischen Angriff ums Leben gekommen waren – empfiehlt sie ihrem Captain, ein „vulkanisches Hallo“ zu senden: sich Respekt zu verschaffen, indem man den ersten Schuss abgibt. Doch Georgiou ist strikt dagegen, das Credo der Sternenflotte – „Wir kommen in Frieden“ – zu missachten und wirft Burnham vor, nur deshalb für diese aggressiv-logische Vorgehensweise zu sein, weil sie einen Groll gegen die Klingonen hege. Georgious Weigerung treibt Burnham bis zum Äußersten: Meuterei! Doch Burnhams Versuch, T’Kuvmas Schiff anzugreifen, wird von der Crew der Shenzhou unterbunden. Georgiou erlangt ihr Kommando zurück … nur um sich kurz darauf einer Armada aus 24 weiteren ankommenden Klingonen-Schiffen gegenüberzusehen.

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Captain Georgiou holt sich ihr Kommando zurück mit einem Phaser in der Hand, der auch direkt aus der klassischen Star Trek-Serie stammen könnte. Die Sternenflotten-Requisiten sind in dieser Hinsicht sehr gelungen. Die inflationär eingesetzten Touch-Eingabeflächen auf der U.S.S. Shenzhou weniger.

Fazit: Meine sehr umfangreiche Zusammenfassung der Handlung bezieht sich allein auf die erste Folge „Das vulkanische Hallo“. Insofern könnte man annehmen, dass sich zum Auftakt der Serie ganz schön viel tut. Jedoch ist die meiner Meinung nach größte Schwäche dieser Doppelfolge der Umstand, dass die Handlung örtlich sehr statisch ist. Die Einführung von Burnham und Georgiou auf dem Wüstenplaneten ist noch sehr stimmungsvoll und versprüht ein Abenteuer-Feeling, das der Ära der klassischen „The Original Series“ auch sehr gut zu Gesicht steht. Ähnlich wie der Auftakt von „Star Trek Into Darkness“ sehen wir am Beginn der Folge den Abschluss einer Rettungsmission, wenngleich diese nicht ganz so dramatisch und spektakulär ist – abgesehen vom beeindruckenden Erstauftritt der U.S.S. Shenzhou. Aber schon nach 8 Minuten verlagert sich das Geschehen hin zum binären Sonnensystem und dort bleibt die Handlung bis zum Schluss „stecken“. Die Shenzhou und T’Kuvmas Flaggschiff stehen sich lange einfach gegenüber. Da T’Kuvma nicht auf die Rufe antworten will und Georgiou keine drastischeren Maßnahmen erwägen will, bleibt es lange Zeit dabei. Später in der Geschichte bekommen beide Schiffe Verstärkung, aber am Ende reduziert es sich dann doch wieder auf die Ausgangssituation mit den beiden genannten Raumschiffen.

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Der Auftritt der U.S.S. Shenzhou hinterlässt bleibenden Eindruck. Es handelt sich meiner Meinung nach um ein sehr schönes Schiffsdesign. Diese Effektaufnahme und auch alle anderen CG-Effekte im Pilotfilm sind von sehr hoher Qualität.

Die Zwischenzeit wird natürlich immer genutzt, um uns Michael Burnham, Philippa Georgiou und Saru näherzubringen – dem Triumvirat auf der Shenzhou, das der Personenkonstellation Kirk/Spock/McCoy nachempfunden ist. Auch dieses Triumvirat (das es ja auch im ersten TOS-Prequel „Enterprise“ gab) ist eine gelungene Anlehnung an die klassische Serie. Georgiou gefällt mir von den drei Charakteren eindeutig am besten, auch wenn ihr Handeln lange Zeit etwas zahm wirkt im Gegensatz zu ihren bissigen Kommentaren. Der Kelpianer Saru ist aufgrund seines kulturellen Backgrounds auch sehr auf Zurückhaltung bedacht, aber um keinen Streit mit seinen menschlichen Kollegen verlegen. Allen voran mit der Ersten Offizierin. Michael Burnham merkt man durchaus an, dass sie als der Hauptcharakter der Serie konzipiert ist. Immerhin ist sie es, die als erste aus der Reihe tanzt mit ihrer missglückten Meuterei. Aber ansonsten harmoniert der Charakter auch sehr gut im Rahmen des Triumvirats. Wenn diese drei zusammen in einer Szene sind, herrscht durchaus ein etwas lockerer Unterton, aber insgesamt ist die vermittelte Grundstimmung im Pilotfilm von „Discovery“ doch sehr ernst.

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Georgiou (Michelle Yeoh), Burnham (Sonequa Martin-Green) und Saru (Doug Jones) bilden ein stimmiges Triumvirat in der Führungsriege der U.S.S. Shenzhou. Mit einer – kurzen – Ausnahme bleiben die anderen Besatzungsmitglieder im Hintergrund.

Die Klingonen auf Kriegspfad steuern ebenfalls keinen Humor bei, aber das hat wohl niemand erwartet. 😉 Wobei ihre Aussprache doch für ein wenig unfreiwillige Erheiterung beim Zuseher sorgt. Denn selbst Klingonisch klingt aus ihren Mündern äußerst seltsam. Es mag an den umfangreichen Masken liegen, die die Gesichter der Darsteller bedecken. Das klingonische Make-up im Lauf der Jahrzehnte ist ja ein Kapitel für sich und ich selbst fand immer, dass die ständige Veränderung ihres Aussehens in verschiedenen Epochen den Klingonen eine interessante Vielfalt verlieh. Aber jene Klingonen aus „Discovery“ gehen für meinen Geschmack schon etwas zu weit. Vor allem die verlängerten Hinterköpfe und die Nasenform gefallen mir gar nicht. Ein bisschen Vielfalt sehen wir zwar wenn die Führer der Häuser mit T’Kuvma konferieren, aber im Grunde sehen doch wieder alle gleich aus.

Und damit gelange ich auch schon zu den produktionstechnischen Aspekten des Pilotfilms und der Serie im Allgemeinen. Eines mal ganz klar vorweg: Regisseur David Semel hat es erfolgreich geschafft, den ersten beiden Folgen einen cinematischen Look zu geben. Das breitere 2:1-Bildformat mag ebenfalls helfen, aber mir gefiel der Kameraeinsatz generell. Und auch was sich vor der Kamera befindet, ist von hoher Qualität. Die Sets, die Requisiten, die Kostüme. Mir mag das Make-up nicht zusagen, aber das restliche Klingonen-Design ist wirklich beeindruckend detailreich. Auch die Ausstattung der Sternenflotte kann sich sehen lassen, einige Requisiten wirken sogar wie direkt aus TOS gesogen … was aber für den Rest der Ausstattung nicht gilt. Ich weiß den betriebenen Aufwand der Kreativen wirklich sehr zu schätzen, man sieht die in die Serie reingesteckte Mühe. Nur meinen Vorstellungen eines TOS-Prequels entspricht es leider nicht.

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Das neue Aussehen der Klingonen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Wir haben im Lauf der Jahrzehnte schon viele unterschiedlich aussehende Vertreter dieser Spezies erblickt, aber zumindest physisch scheint man – wie man an dieser Versammlung der wichtigsten Häuser sieht – in „Discovery“ einen relativ einheitlichen Look gewählt zu haben.

Ich habe es schon mal erwähnt und wiederhole mich hier bewusst: Die Umsetzung eines Prequels, das nur 10 Jahre vor der klassischen Serie im Prime-Universum angesiedelt ist – und damit sogar nach dem ersten TOS-Pilotfilm „Der Käfig“ spielt – ist einfach ein ungemein schwieriges Unterfangen. Der Look der klassischen Serie ist ikonisch, aber auch nicht gerade zeitgemäß – kein Wunder, immerhin wurde die Serie ja vor 50 Jahren produziert. Dennoch wurde dieses Design für einzelne Folgen in „The Next Generation“, „Deep Space Nine“ und „Enterprise“ penibel rekonstruiert. Was in Form kurzer, nostalgischer Ausflüge funktioniert, funktioniert logischerweise schwerlich als Setting für eine moderne Fernsehserie aus dem Jahr 2017, das ist mir schon klar. Und natürlich sehen wir Captain Pikes U.S.S. Enterprise auch nicht und insofern stehen die Türen für eine gewisse Überarbeitung des Sternenflotten-Looks auf der U.S.S. Shenzhou schon offen. Aber mal abgesehen von den Requisiten – Phaser, Tricorder, Kommunikator und Phaser-Gewehr – erkenne ich in der visuellen Präsentation nicht sehr viel von der TOS-Ästhetik wieder. Inhaltlich mag das insofern teilweise gedeckt sein, da die Shenzhou bereits Ende der 2240er-Jahre als altes Schiff gilt. Insofern haben sich die Macher einen zeitlichen Sicherheitsabstand zur TOS-Ära durchaus in dieser Hinsicht eingeräumt. Aber wäre es nicht sehr viel leichter gewesen, die Serie gleich etwas früher anzusiedeln? Und vielleicht auf die eine oder andere Touchscreen-Bedienfläche zugunsten manueller Bedienelemente zu verzichten? Oder auf den Holo-Kommunikator, bei dem sich ganz augenscheinlich keiner im Produktionsteam Gedanken darüber gemacht hat, wie sich die Szene für den Gesprächspartner darstellt? (Holo-Sarek in Burnhams Quartier und Admiral Anderson auf der Shenzhou-Brücke verhalten sich irrwitzig für Leute, die nicht physisch anwesend sein sollen!)

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T’Kuvmas Schiff (links) soll von äußerst altertümlicher Bauweise sein, doch auch die anderen Häuser nutzen bei ihrem Angriff auf die Shenzhou Schiffe, die nicht gerade wie D7-Kreuzer oder Birds-of-Prey aussehen.  Ausgerechnet T’Kuvmas Schiff ähnelt in seiner Form zumindest noch im Groben bekannten klingonischen Raumschiffen.

Worin anderseits wieder durchaus viele Anspielungen auf die klassische Serie zu erkennen sind, ist die Akustik. Viele Soundeffekte wirken äußerst vertraut. Auch die Musikuntermalung während der Folge ist gut gelungen, auch wenn sie nichts Spezielles ist. Jeff Russos Score traut sich hin und wieder auch in den Vordergrund, aber ein Michael Giacchino ist er leider nicht – was sich besonders in der Titelmelodie niederschlägt. Ich will nicht sagen, dass sie keine Melodie hätte – sie ist lediglich sehr schwer zu merken bzw. wiederzugeben. Das liegt aber nicht daran, dass sie zu komplex wäre, sondern weil sie im Gegenteil viel zu simpel ist. Eine Wiederholung von vier Doppeltönen hintereinander ist da einfach zu wenig. Die Bilder des Intros werden aber ausreichend untermalt. Dessen Stil ist im Grunde so, wie ich es erwartet und sogar erhofft hatte. Nur die Motive finde ich teilweise sonderbar gewählt. Ich denke nicht, dass es die Serie gut repräsentiert. Den Pilotfilm erst recht nicht, denn dafür liegt er Fokus zu stark auf die U.S.S. Discovery … die in den ersten beiden Folgen gar nicht vorkommt. 😉

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Einen Ausblick auf die titelgebende U.S.S. Discovery gibt es nur im stilistisch interessanten Vorspann. In den ersten beiden Folgen der Serie kommt das Schiff noch gar nicht vor.

Bewertung: „Das vulkanische Hallo“ und “Kampf beim Doppelstern“ zu bewerten, fällt mir äußerst schwer. Handwerklich ist dieser aus zwei Folgen zusammengesetzte Pilotfilm 1A inszeniert und produziert. Die Story hat eine gute Portion Abenteuerspirit, vor allem im ersten Teil der Geschichte und passt damit zeitlich auch gut in die unmittelbare Prä-TOS-Ära. Nichts was einen überwältigt und von der erste bis zur letzten Sekunden mitreißt – dafür wird die Handlung zu sehr gestreckt – und auch nicht der ganz große, mutige Paukenschlag am Beginn einer neuen TV-Ära für das Star Trek-Franchise. Aber recht gute Unterhaltung, die Zukunftspotenzial absolut erkennen, aber den Fun-Faktor über weite Strecken vermissen lässt – trotz gutem Zusammenspiel der drei Hauptcharaktere.

Was die Optik angeht, finde ich aber einiges unnötig weit weg von TOS, während es in anderen Produktionsbereichen durchaus gelungene Anlehnungen gibt. Es gab in der nahen Vergangenheit bessere Beispiele, wie man Anknüpfungspunkte zum klassischen Look schaffen kann, ohne an ihn gebunden sein zu müssen. Vielleicht messe ich dem Vorhandensein bzw. Fehlen von TOS-typischen Elementen in einer Serie aus dem Jahr 2017 zu große Bedeutung bei. Anderseits denk ich mir: Wenn man die Serie zeitlich schon so knapp – eigentlichen sogar parallel – zu TOS platziert … darf man da als Zuseher nicht doch noch ein bisschen mehr von TOS in „Discovery“ erwarten? Vielleicht kommt ja noch mehr, aber im einstimmenden Pilotfilm war es mir zu wenig.

Trotzdem will ich den Pilotfilm nicht allein am Design messen. Auch wenn der Grundtenor dieser Rezension negativ klingt, gefiel mir auch vieles von dem, was sich darin abgespielt hat und wie toll es von der Kamera eingefangen wurde. Außerdem ist „Das vulkanische Hallo“/“Kampf beim Doppelstern“ logischerweise der einzige von mir rezensierte Pilotfilm, von dem ich nicht weiß, was ihm folgt. Vielleicht wird noch einiges relativiert, was mich jetzt noch stört. Die Möglichkeiten sind schier unendlich und dass es mir möglich ist, diese Möglichkeiten nach den beiden ersten Folgen von „Discovery“ noch zu erkennen, ist doch sehr positiv. Daher gebe ich wohlwollend 4 von 6 Filmrollen für den Pilotfilm.

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Anmerkungen:

Ich selbst habe schon so einige FanFictions über die Klingonen in der Prä-TOS-Ära verfasst. Ich will nicht spoilern, aber ich fand es ganz witzig, gewisse Ähnlichkeiten zwischen T’Kuvmas Ansinnen und den Ereignissen in meinem Enterprise-Roman „Sailing on Forbidden Seas“ zu erkennen.

Zumindest in technischer Hinsicht habe ich mit „A Decade of Storm“ ins Schwarze getroffen: Wie in meinem Roman setzen auch die Sternenflotten-Schiffe in „Discovery“ zwei Traktorstrahlen gleichzeitig ein, um ein erfasstes Raumschiff zu stabilisieren. Da hatte wohl jemand den gleichen Gedankengang wie ich. 😀

Nachträgliche Anmerkung: In dieser Rezension verwende ich die ursprünglichen deutschen Titel der beiden Folgen, die zusammen den Pilotfilm bilden. Im Zuge der Veröffentlichung und Übersetzung weiterer Episoden änderte Netflix wenige Wochen später aber auch die Titel der beiden ersten Folgen in „Leuchtfeuer“ und „Das Urteil“.

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6 Kommentare zu “Pilotfilm-Review: „Star Trek : Discovery – Das vulkanische Hallo/Kampf beim Doppelstern“

  1. Das ist der erste ausführliche Bericht, den ich zur neuen Serie sehe, und ich hab ihn mit Interesse gelesen. Mir gefällt gut, dass diesmal zwei Frauen in der Führungsriege zu sehen sind. Ansonsten hab ich noch gehört, dass die Serie brutaler sein soll und nicht den inspirierend-friedvoll-nachdenklichen Ansatz eines Picard hat. Kannst du dazu noch etwas sagen?

    • Wegen der Brutalität kann ich Entwarnung geben. Aufgrund der Einblendung der höchsten Altersempfehlung „TV-MA“ in den US-Trailern zur Serie wurde zwar mit mehr Gewalt gerechnet, aber zumindest der Pilotfilm ist da nicht sehr schlimm, wäre bei uns eindeutig FSK-12. In zwei – sehr, sehr kurzen – Einstellungen spritzt ein kleines bisschen Blut, aber das war’s auch schon. Inzwischen sieht es eher so aus, dass die Serie die „TV-MA“-Einstufung erhielt, weil in ihrem Verlauf wohl gelegentlich das in den USA „gefürchtete“ F-Wort Verwendung findet.

      Eine „Picard-Philosophie“ würde ich von einem unmittelbaren TOS-Prequel nicht erwarten, das zur Vorwarnung. Captain Georgiou ist aber durchaus eine prinzipientreue Kommandantin, die Ideale der Sternenflotte werden auch thematisiert. Aber rechne nicht damit, dass die Charaktere diesen Idealen ständig gerecht werden. (Was ich persönlich für gut halte. Wäre man schon da, wonach sollte man noch streben?)

    • Seit gestern ist die dritte Folge online (die mir besser gefiel als der Serienauftakt – wieder 4/6 Filmrollen aber diesmal mit Tendenz nach oben) und was die Brutalität angeht … nun, die gezeigte Gewalt war nicht schlimm, aber die Folgen eines Unfalls werden von einem Außenteam entdeckt und die sind nicht gerade schön anzusehen. Also die Darstellung ausgeübter Gewalt ist weiterhin im üblichen Bereich, aber die gezeigten Verletzungsdetails waren in Folge 3 heftiger als gewohnt. Aber zugutehalten kann man, dass die Kamera nur zweimal für wenige Sekunden draufhält. Also nur lange genug, um zu verdeutlichen, was mit den Unfallopfern geschehen ist.

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