Modellbau – U.S.S. Voyager (Mini)

Mein erstes Review zur offiziellen Raumschiffsammlung muss noch ein wenig auf sich warten lassen; das Buch, das ich aktuell lese, ist ein ziemlich dicker Wälzer und wird mich noch eine Weile – hoffentlich – gut unterhalten; und einen aktuellen Comic für Zwischendurch habe ich derzeit nicht auf meiner Leseliste. Also habe ich mich dazu entschlossen, wieder einmal nach einiger Zeit einen Modellbausatz zu präsentieren: die U.S.S. Voyager im Miniformat von Revell!

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Gleich vorweg: Dieses 6 cm lange Modell sollte selbst den ungeschicktesten Modellbauer vor keine größeren Probleme stellen. Wie man auf obigem Foto sieht, besteht das Schiff selbst nur aus 5 Teilen, der Standfuß aus 4 Teilen. Klebstoff ist nicht notwendig, die Teile werden einfach zusammengesteckt. Als einziges Werkzeug ist eine Nagelfeile empfehlenswert, um unschöne Überbleibsel des Herausbrechens der Teile aus dem Gitter zu bearbeiten. Auch ein Bemalen und das Anbringen von Decals ist nicht nötig, denn das Modell hat bereits eine sehr passende Farbe und einige Aufkleber sind schon drauf. Zwar nur wenige, aber passend zum geringen Detailgrad des Modells. Wer sich beim Zusammenbau dennoch auf eine Anleitung verlassen will, findet diese auf der Innenseite der Schachtel aufgedruckt.

Also was den Schwierigkeitsgrad angeht, kann die Mini-Voyager natürlich bei weitem nicht mit anderen von mir gebauten Modellen (Battlestar Galactica, Original-Enterprise, 2009-Enterprise) verglichen werden und wenn ich sie nicht geschenkt bekommen hätte – vielen Dank an Sascha an dieser Stelle 🙂 – wäre die kleine Voyager wohl nie Teil meiner Sammlung geworden … weil ich mir der Existenz dieses Bausatzes bis vor einigen Tagen noch gar nicht bewusst war! Den Hinweisen auf der Schachtel nach zu urteilen, erschien diese Mini-Voyager zusammen mit ebenfalls kleinen Versionen des Maquis-Raiders und des Kazon-Fighters im Jahre 1996. Also zur selben Zeit, als Revell anlässlich des Serienstarts von „Star Trek – Raumschiff Voyager“ auch große Bausätze dieser Schiffe ins Programm nahm. Ich glaube, es gab damals noch ein viertes Modell, den Kazon-Torpedo, der aber laut Schachtel offenbar nicht als Mini-Version erschien. Die große Voyager selbst – mit 67 Teilen – ist auch heute noch bzw. nach einer leichten Überarbeitung wieder Teil des aktuellen Revell-Sortiments.

Was ich leider nicht herausfinden konnte, ist der damalige Neupreis dieser Mini-Modelle. Heutzutage findet man die Voyager sowohl zum schmalen Preis von 2 bis 4 Euro als auch zu „Sammlerpreisen“. Aber der Neupreis wäre schon interessant zu wissen, denn wenn man sich die Bilder des fertig zusammengebauten Modells so ansieht, bieten diese 6 Zentimeter nicht gerade die größte Offenbarung.

Nachträgliche Anmerkung: Inzwischen wurde mir mitgeteilt, dass der Neupreis ca. 8 D-Mark also umgerechnet rund 4 Euro betragen hat. Vielen Dank für die Info! 🙂 

Von unten sollte das Modell besser nicht betrachtet werden, hier fehlen Details als auch Farbe beim Deflektor. Die Oberseite ist definitiv die Schokoladenseite dieses Bausatzes, nur warum Revell den Bereich hinter dem Brückenmodul (noch dazu recht schlampig) beige eingefärbt hat, ist mir ein Rätsel.

 

Bei Gelegenheit werde ich vielleicht mal den Standfuß schwarz lackieren und auch den Deflektor ergänzen.

Dass es Revell – zumindest heutzutage – auch besser kann, demonstrieren die Steckmodelle zu „Star Wars“. Unter dem Titel „eayskit pocket“ bietet Revell einige Star Wars-Raumschiffe im Kleinformat für jeweils ca. 10 Euro an. Es ist zwar auch fraglich, ob sie das wert sind, aber zumindest sind sie ein paar Zentimeter länger als die Voyager, gar nicht so leicht zum Zusammenbauen und weisen ansehnliche Details auf.

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Die Voyager auf diesem Bild als Sinnbild des Minderwertigkeitskomplexes von „Star Trek“ gegenüber „Star Wars“?

Aber natürlich hat auch „Star Trek“ noch einige weitere kleine Modelle abseits von Revells Mini-Schiffen zu bieten. Auf dem folgenden Bild seht ihr von rechts nach links einen Vergleich zwischen der Original-Enterprise von „Running Press“, der U.S.S. Franklin aus dem Kino, der battle-damaged Enterprise von Hot Wheels und eben Revells kleiner Voyager. In Sachen Größe und Details hat die Voyager erneut das Nachsehen.

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Fazit: Es ist schon erstaunlich, wie ein so kleines Modell einen so langen Blog-Eintrag motivieren kann. 😀 Auch wenn Revells mehr als 20 Jahre alte Mini-Voyager keine Preise abräumt, war sie für mich doch ein besonderes Kuriosum und ihr Anblick lässt mich ein wenig in 90er-Jahre-Nostalgie schwelgen, weckt sie doch Erinnerungen an das von der damals neuesten Star Trek-Serie geprägte Programm von Revell.

Ich weiß nicht, ob ich für die Mini-Voyager eine Kaufempfehlung geben kann. Ich kann lediglich sagen, dass ich es zumindest nicht bereut haben, sie mir schenken zu lassen. 😀 Macht daraus was ihr wollt. 😉 Der große Voyager-Bausatz ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, wenn ihr dieses Raumschiff mögt. Seitdem ich ihn gebaut habe sind zwar rund zwei Jahrzehnte vergangen, aber ich habe ihn noch als sehr solide in Erinnerung. Und wenngleich sich dieses Schiff im Laufe der Jahre verändert hat – einen wahrlich goldenen Glanz erhielt, der nicht allein auf einen verblendeten Blick in die Vergangenheit zurückzuführen ist – ist es doch noch immer Teil meiner Sammlung. Zugegeben: Die meiste Zeit staubt die große Voyager heutzutage in einem dunklen Schrank vor sich hin. Aber es ist doch schön, sie zu besonderen Anlässen wieder hervorholen zu können. Zum Beispiel um sie neben der Mini-Voyager zu fotografieren …

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Nach 20 Jahren wieder vereint.

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2 Kommentare zu “Modellbau – U.S.S. Voyager (Mini)

  1. Hallo,

    der Neupreis müsste 1996 um die 8 DM gewesen sein, das Schiff war meine erste alleinige Anschaffung meines Lebens.

    Beste Grüße!

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